MR-Mammographie

Die MR-Mammographie stellt eine wichtige Säule in der Diagnostik von Brustdrüsenerkrankungen dar. Es ist nachgewiesen, dass die MR-Mammographie mit einer Sensitivität  von mehr als 95 % die höchste Nachweisrate von invasiv wachsenden Mammakarzinomen aufweist.

Vor allem die Kombination der kontrastmittelverstärkten MR-Mammographie und der konventionellen Röntgen-Mammographie ergeben Sensitivitäten von bis zu 99,5%, so dass Mammakarzinome in der Regel nicht übersehen werden. Damit eignet sich die Kernspintomographie hervorragend zur Abklärung von Tastbefunden der weiblichen Brust.

Zunehmend gewinnt die MR-Mammographie auch an Bedeutung, um nicht knotige Veränderungen der weiblichen Brust abzuklären. Auch unklare Befunde in der konventionellen Röntgen-Mammographie oder im Ultraschall der Brust können durch ergänzende MR-mammographische Untersuchungen enträtselt werden. Vor allem bei sogenannten "dichten Brüsten" mit reichlich Brustdrüsengewebe wird die Diagnostik durch die ergänzende Verwendung der MR-Mammographie erheblich verbessert.

Die MR-Mammographie dauert ca. 15 bis 20 Minuten. Hierzu liegt die Patientin auf dem Bauch, wobei die Brüste in eine spezielle Untersuchungsspule, einer gepolsterten Halterung mit entsprechenden Aussparungen, hineinragen.
Zunächst werden Aufnahmen ohne intravenöse Kontrastmittelapplikation angefertigt. Anschließend erfolgt über eine automatische Injektionspumpe eine intravenöse Gabe eines MRT-Kontrastmittels, wonach mehrere schnell hintereinander folgende Aufnahmesequenzen ergänzend durchgeführt werden.

Die ohne Kontrastmittel angefertigten Aufnahmen zeigen detailgetreu die Strukturen der Brustdrüse, eventuell vorliegende Lymphknoten im Bereich der Brust sowie die Strukturen der Brustwand. Die kontrastmittelverstärkten Untersuchungen können sehr zuverlässig auch kleinste Knoten in der Brust darstellen. Vor allem die Analyse der entsprechenden Blutgefäße und der Blutversorgung dieser Knoten ist für die Beurteilungen der entsprechenden Herdbefunde wichtig.

Die MR-Mammographie sollte zwischen dem 7. und 17. Tag des Zyklus durchgeführt werden, da die hormonellen Schwankungen andernfalls zu Fehlinterpretationen führen können. Wichtig ist auch bereits bei der Terminvergabe abzuklären, ob mögliche hormonhaltige Medikamente abgesetzt werden sollten, um das Ergebnis der Untersuchung nicht zu beeinflussen.

Wann ist eine MR-Mammographie sinnvoll?

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