MR-Angiographien

Die MR-Angiographie hat sich mit Hilfe der modernen Technik zu einer hervorragenden Methode entwickelt, um Blutgefäße darstellen zu können. Dadurch sind die früher üblichen Katheteruntersuchungen der Blutgefäße weitgehend ersetzt worden. Nur in Einzelfällen ist weiterhin die Durchführung einer Katheter-Angiographie, also einer invasiven Untersuchung mit Einbringung eines Katheters in das zu untersuchende Gefäß, notwendig.

Die MR-Angiographie ist ein nicht belastendes, nicht invasives Untersuchungsverfahren, mit dem relevante Befunde erhoben und entsprechende Diagnosen gestellt werden können. Die Untersuchung dauert in der Regel zwischen 10 und 15 Minuten und ergibt eine hochauflösende detailgetreue Abbildungen der zu untersuchenden Gefäßabschnitte. Für die Darstellung der intracraniellen Gefäße, der Blutgefäße des Gehirns, ist allgemein eine Kontrastmittelgabe nicht erforderlich.

Bei Untersuchungen der Halsschlagadern, der Aorta (der Hauptschlagader des Körpers), der Baucharterien, der Nierenarterien und der Becken- und Beinarterien ist eine intravenöse Applikation eines speziellen Kontrastmittels notwendig.

Aus den gewonnenen Bildern werden die therapierelevanten Entscheidungen abgeleitet und mögliche Indikationen für Ballondilatationen, Stentapplikationen oder auch für gefäßchirurgische Eingriffe abgeleitet. Auch die Abklärung von Aneurysmen, den potentiell gefährlichen Aussackungen der Schlagadern, ist mit der MR-Angiographie in hervorragender Weise möglich.

Auch die Venen des Kopfes, des Bauchraumes und der Becken- und Beinregion können mit der MR-Angiographie hervorragend abgebildet und beurteilt werden.

MR-Angiographie der Halsschlagader