CT-Bypasskontrolle nach aortakoronarer Bypass-OP

Mithilfe der Multi-Slice-CT ist es möglich, innerhalb weniger Minuten die Herz- Bypässe abzubilden und sie somit auf ihre Offenheit hin zu überprüfen.

Vor allem ist diese Untersuchung bei Patienten sinnvoll, bei denen eine Bypassoperation durchgeführt worden ist und erneute Brustschmerzen aufgetreten sind oder aus anderen Gründen die Offenheit der Bypassgefäße dargestellt werden soll.

Die Untersuchungstechnik entspricht der Technik der CT-Koronarangiographie, wobei nicht nur das Herz, sondern der gesamte Brustkorb abgebildet wird, um den kompletten Bypassverlauf darzulegen. Die Bypässe können somit eindeutig identifiziert und beurteilt werden. Von großem Vorteil ist, wenn zur Untersuchung eine Kopie des Operationsberichtes vorliegt, da hieraus genau hervorgeht, welche Bypässe angelegt worden sind. Wenn sich die Bypässe nicht mit Kontrastmittel füllen und darstellen lassen, sind sie verschlossen.

Die CT-Bypass-Kontrolle dauert insgesamt nur wenige Minuten, der eigentliche Scanvorgang dauert ca. 30 Sekunden. Auch diese Untersuchung erfordert das Anlegen eines venösen Zuganges am Ellenbogen und eine Kontrastmittelinjektion. Die gewonnenen Bilder werden an einer speziellen Nachverarbeitungskonsole zwei- und dreidimensional dargestellt und überprüft. Für eine optimale Bildqualität ist es von Vorteil, wenn die Herzfrequenz nicht mehr als 70 Schläge pro Minute beträgt. Hierfür kann es notwendig sein, die Herzfrequenz durch die Gabe eines Betablockers für die Dauer der Untersuchung einzustellen.

CT-Herzbypässe