Kontrastmittel

Oral einzunehmende Kontrastmittel

Für die Kontrastierung des Magen- und Darmtraktes stehen zwei Typen von Kontrastmitteln zur Verfügung, die beide in der Regel sehr gut verträglich sind. Üblicherweise wird eine hoch verdünnte Lösung eines wasserlöslichen Kontrastmittels verwendet, welches in 1 Liter  Wasser aufgelöst wird.

Durch die Einnahme dieses Kontrastmittels können die Magen- und Darmstrukturen besonders gut beurteilt werden. Da das Kontrastmittel vom Darm kaum resorbiert wird, scheiden Sie das Kontrastmittel in den nachfolgenden Tagen auch wässrig aus, welches sich als kurzfristige Durchfallsymptomatik manifestiert.

Weitere Nachteile durch die Einnahme dieser Kontrastmittel sind nicht zu erwarten. Diese wasserlöslichen Kontrastmittel beinhalten Jod. Sollte eine Jodunverträglichkeit bei Ihnen bekannt sein, so verabreichen wir als alternatives Kontrastmittel ein bariumsulfathaltiges weißliches Kontrastmittel, mit dem eine gleichwertige Bildqualität erreicht werden kann.

Intravenös zu verabreichende Röntgenkontrastmittel

Das intravenös zu verabreichende Kontrastmittel wird im Allgemeinen sehr gut vertragen. Während der Injektion kann es gelegentlich zu einem nur wenige Sekunden anhaltenden Wärmegefühl sowie zu einem metallischen Geschmack im Mund kommen. Auch ein kurzfristiges Druckgefühl in der Harnblase kommt gelegentlich vor. Hierbei handelt es sich um zu erwartende normale Empfindungen. Darüber hinaus kommt es nur äußerst selten zu Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber dem Kontrastmittel mit allergieähnlichen Reaktionen wie Übelkeit, Juckreiz und Hautausschlag. Auch diese seltenen Nebenwirkungen stellen in aller Regel keine wesentliche Gefährdung dar und sind von kurzfristiger Dauer.

Extreme Überempfindlichkeitsreaktionen mit Einfluss auf das Herzkreislaufsystem sind ausgesprochen selten. Für die Behandlung bei Kontrastmittelunverträglichkeiten stehen die entsprechenden Medikamente und Gerätschaften selbstverständlich zur Verfügung.

Bei bekannter Kontrastmittelunverträglichkeit und dringlicher Indikation zur Durchführung einer kontrastmittelunterstützten Computertomographie können als Prophylaxe Antihistaminika und kortisonhaltige Medikamente vor der Untersuchung verabreicht werden, um das Risiko einer Kontrastmittelreaktion deutlich zu senken.

CT-Abdomen nativ
CT-Abdomen mit Kontrastmittel