Radiosynoviorthese (RSO)

Die Radiosynoviorthese (RSO) ist eine Methode zur Behandlung schmerzhafter, entzündlicher Gelenkerkrankungen. Sie kommt insbesondere bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, wie zum Beispiel chronischer Polyarthritis, Psoriasisarthritis und bei aktivierten Arthrosen zur Anwendung.

Nach Überweisung durch Ihren Hausarzt oder Orthopäden sowie unter Berücksichtigung der bisher erfolgten Untersuchungen wird u. a. durch ein sogenanntes Skelettszintigramm festgestellt, ob eine Radiosynoviorthese indiziert ist. Hierbei fertigen wir nach Injektion einer schwach radioaktiven Substanz szintigraphische Aufnahmen der betreffenden Gelenke bzw. des Ganzkörpers an. Im Anschluss daran wird ein ausführliches Gespräch über die Behandlung durchgeführt.

RSO-Wirkung

Die Ursache für die schmerzhafte Bewegungseinschränkung von Gelenken bei den oben genannten Erkrankungen ist die Entzündung der Gelenkschleimhaut (Synovialitis). Hierdurch kann es zu ausgeprägten Wucherungen der Gelenkschleimhaut mit nachfolgenden Zerstörungen von Knochen und Knorpel bzw. Bindegeweben kommen. Durch die Injektion radioaktiver Substanzen bilden sich diese Wucherungen der Gelenkschleimhäute zurück. Diese Rückbildung der Schleimhautwucherungen mindert zum einen den Schmerz, zum anderen verbessert es auch die Funktion des Gelenkes. Darüber hinaus soll die Entstehung von Gelenkergüssen gemildert bzw. beseitigt werden. Bis zur vollständigen Ausbildung dieses Therapieeffektes kann es vier bis sechs Monate dauern. Häufig tritt allerdings eine deutliche Besserung schon nach wenigen Tagen ein.

Therapieablauf

Nach Desinfektion und gegebenenfalls örtlicher Betäubung wird das betroffene Gelenk mit einer sehr dünnen Nadel punktiert und eine radioaktive Substanz in kleiner Menge in das Gelenk gespritzt. Bei großen Körpergelenken wird zusätzlich eine cortisonhaltige Lösung nachgespült. Das behandelte Gelenk wird anschließend für zwei Tage ruhig gestellt.