Nuklearmedizinisches Angebot

Diagnostik

In der Nuklearmedizin werden Stoffwechselvorgänge durch Gabe einer leicht radioaktiven Substanz sichtbar gemacht.

Dazu wird Ihnen eine geeignete, radioaktiv markierte Substanz - ein sogenanntes Radiopharmakon - verabreicht (beispielsweise durch Injektion in eine Vene). Das Sichtbarmachen erfolgt mit speziellen Untersuchungsgeräten, sogenannten Gammakameras. Der Arzt erhält damit Informationen über die Funktionsfähigkeit eines bestimmten Organs. Die verabreichte Substanz wird innerhalb kurzer Zeit über die Nieren oder den Darm ausgeschieden.

Therapie

Zu therapeutischen Zwecken werden ebenfalls Radiopharmaka eingesetzt. Hier macht man sich zu Nutze, dass das Radiopharmakon direkt bis an die krankhaften Zellen gelangt und diese durch radioaktive Strahlen zerstört: z.B. bei der Radiojodtherapie zur Behandlung bestimmter Schilddrüsenerkrankungen, bei der Radiosynoviorthese zur Behandlung einer aktivierten Arthrose oder Poliarthritis oder beider Samariumtherapie zur Schmerzbehandlung bei Knochenmetastasen. Allergische Reaktionen auf die verabreichten Substanzen sind sehr selten.

Die Strahlenexposition nuklearmedizinischer Untersuchungen oder Therapien liegt in der Größenordnung der natürlichen Strahlenexpostition, der man in einem Jahr durch Strahlung aus der Umgebung (Erde, Atmosphäre, Nahrung) ausgesetzt ist.

Was ist vorher zu beachten?

Vor einer Schilddrüsenszintigraphie sollten z.B. keine größeren Mengen an Jod verabreicht sein. Für die Untersuchungen mittels Skelettszintigraphie ist es sinnvoll, die entsprechenden Voraufnahmen wie z.B. Röntgenbilder etc. mitzubringen. Kinder haben aus Strahlenschutzgründen nur als Patienten Zugang zu den Untersuchungsräumen.

Weitere Informationen

Broschüre zur Patienteninformation der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V. (DGN) und des Berufsverbandes Deutscher Nuklearmediziner e.V. (BDN)