Herzszintigraphie

Die Herzszintigraphie dient zum Nachweis oder Ausschluss relevanter Durchblutungsstörungen bei der koronaren Herzkrankheit oder auch zum Nachweis von Narbenbildungen des Herzmuskels nach Herzinfarkt. Im Gegensatz zum Herzkatheter ist diese Untersuchung nicht invasiv. Sogar Durchblutungsstörungen aufgrund Veränderungen winzigster Arterien können hiermit nachgewiesen werden, wie es bei Diabetes mellitus häufig vorkommt (small vessel disease).

Indiziert ist die Untersuchung bei Patienten mit unklaren Brustschmerzen, EKG- Veränderungen, Herzrhythmusstörungen, nach Herzinfarkt sowie nach Bypassoperation bzw. nach Stents.

Nach Durchführung eines Belastungs-EKG  auf dem Fahrradergometer spritzen wir intravenös eine spezielle Substanz (Technetium 99m - Mibi), die sich durchblutungsabhängig im Herzen verteilt.

Im Anschluss sollte der Patient eine fetthaltige Mahlzeit zu sich nehmen.
 Circa 1 Stunde später werden Schicht-Aufnahmen (SPECT) an der Doppelkopf-Kamera mit 90 Grad Winkeleinstellung angefertigt. Zusätzlich untersuchen wir mittels EKG-Triggerung Wandbewegungsstörungen des Herzmuskels und errechnen die Herzleistung (endsystolisches und enddiastolisches Volumen, Auswurffraktion).
 Sofern das Ergebnis in Ordnung ist, ist damit die Untersuchung nach einem Gespräch mit der behandelnden Ärztin beendet.


Bei auffälligen Befunden der Belastungsuntersuchung ist die Durchführung einer zweiten Untersuchung unter Ruhebedingungen erforderlich. Wir bemühen uns, beide Untersuchungen am gleichen Tag durchzuführen. In Einzelfällen muss die zweite Untersuchung an einem anderen Tag erfolgen. 

Sollte die Durchführung einer fahrradergometrischen Belastung nicht möglich sein, kann diese alternativ durch die intravenöse Gabe eines Medikamentes (Adenosin) imitiert werden.

Untersuchungsvorbereitung: Der Patient sollte unbedingt nüchtern zur Untersuchung kommen. Ob vorher Herz- bzw. Blutdruckmedikamente abgesetzt werden sollten, muss mit dem zuweisenden Arzt oder mit uns vorher abgesprochen werden. Bitte bringen Sie ihre Herzmedikamente auf jeden Fall zur Untersuchung mit.

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