Nuklearmedizin

Nuklearmedizin erlaubt die bildliche Darstellung von Funktionsvorgängen im Körper.
Dies ist sicher, schmerzlos und kosteneffektiv ohne die Gabe von Kontrastmitteln möglich.

Über eine feine Nadel wird in den Arm eine Kochsalzlösung (ca. 2 Milliliter) mit wenigen radioaktiv markierten, schwach strahlenden Teilchen injiziert. Diese radioaktive Spürsubstanz macht keine Nebenwirkungen oder Allergien und ist mit einer nur sehr geringen Strahlenbelastung verbunden. Die Strahlung wird von außen mit einer so genannten Gammakamera aufgenommen und in farbige Funktionsbilder, die Szintigraphien oder Szintigramme, der jeweiligen Organe umgesetzt. So sind beispielsweise Aussagen über die Durchblutung des Herzens, den Knochenstoffwechsel, die seitengetrennte Nierenfunktion, die Funktion der Schilddrüse und eventueller Schilddrüsenknoten ohne Eingriff in den Körper möglich. Entzündungen können frühzeitig erkannt und sichtbar gemacht werden.

Dank modernster Kameratechnik können in kurzer Zeit Ganzkörperaufnahmen entstehen, zwei Kameraköpfe tasten den Körper gleichzeitig von vorne und hinten ab, ohne ihn zu berühren und ohne dass der Patient bewegt werden muss. Die Kameraköpfe können sich in verschiedenen Winkeleinstellungen um den Patienten drehen, so dass Schichtaufnahmen mit hoher Detailgenauigkeit erstellt werden können. Platzangst ist wegen der Offenheit des Systems und der großen luftigen und hellen Räume bisher noch nie ein Problem gewesen. Dank dieser Methode können wir diagnostische Informationen sammeln, die ansonsten nicht verfügbar, nur invasiv erhältlich oder ausschließlich anhand kostenintensiverer diagnostischer Untersuchungen zu erreichen sind.

Nuklearmedizinische Untersuchungen sind sehr sensitiv, d. h. sie zeigen empfindlich und frühzeitig, wo etwas nicht in Ordnung ist. Je früher eine Krankheit diagnostiziert und behandelt werden kann, umso höher sind die Erfolgschancen einzustufen.